Angst vor Nähe: Wie frühe Trennung uns prägen kann
Wenn Mutter und Kind sich nach der Geburt nicht begegnen
Teil 1
Manchmal beginnt ein Leben unter Bedingungen, die niemand so geplant hat. Eine Geburt, bei der Mutter und Kind sich nicht sofort begegnen können. Ein medizinischer Eingriff, eine Intensivstation, eine not-wendige Versorgung – etwas im Außen, das genau in diesem ersten, kostbaren Moment Nähe verhindert.
Oft hören wir dann Sätze wie:
„Das war doch ganz am Anfang – daran erinnert sich das Kind doch nicht.“
Und es stimmt: Dein bewusster Verstand erinnert sich nicht an diese ersten Stunden. Aber dein Körper erinnert sich. Dein Nervensystem erinnert sich. Dein Bindungssystem erinnert sich.
Viele Menschen erleben später im Leben eine Angst vor Nähe, ohne zu wissen, dass ihre Wurzeln oft viel früher liegen – in den allerersten Bindungserfahrungen.
In diesem Beitrag geht es...
- Um die unterbrochene Hinbewegung des Kindes zur Mutter nach der Geburt,
- Was Mutter-Kind-Trennung in dieser frühen Zeit bedeutet,
- Wie sich das später in Beziehungen, Erfolg und Selbstwert zeigen kann
- Welche Möglichkeiten es gibt, diese frühen Erfahrungen zu verstehen und
- Schritt für Schritt mehr Entlastung und innere Verbundenheit zu erleben.
- Fazit...
Im zweiten Teil dieser Reihe schaue ich mit dir dann auf die unterbrochene Hinbewegung im ersten Lebensjahr – also auf das, was passiert, wenn Nähe und Verlässlichkeit in den folgenden Monaten fehlen oder immer wieder abbrechen.
Mutter-Kind-Trennung nach der Geburt –
was ist das eigentlich?

Die erste schmerzliche Trennung im noch so jungen Leben ist oft nicht das Durchtrennen der Nabelschnur.
Sie beginnt dort, wo die natürliche Hinbewegung des Babys zur Mutter unterbrochen wird.
Mutter-Kind-Trennung nach der Geburt kann zum Beispiel so aussehen:
- Das Baby kommt als Frühchen zur Welt und wird direkt in den Inkubator gebracht.
- Nach einem Kaiserschnitt oder einer schweren Geburt liegt die Mutter noch unter Narkose oder braucht selbst dringende medizinische Hilfe – vielleicht sogar lebensrettende Maßnahmen.
- Mutter und/oder Baby liegen auf der Intensivstation.
- Mutter und Kind sind zwar am selben Ort, aber die Mutter kann keine emotional liebevolle Beziehung zu ihrem Baby aufbauen. Vielleicht ist sie psychisch überfordert, in einer existenziellen Notlage, finanziell oder familiär alleingelassen oder hat sich entschieden, das Kind zur Adoption freizugeben.
- Die Hormone der Mutter geraten so durcheinander, dass sie in eine Wochenbettdepression rutscht. Sie kämpft mit gesellschaftlichen Erwartungen wie „Jede Mutter liebt ihr Kind sofort“ – doch genau diese Gefühle stellen sich nicht ein, weil ihre Biochemie etwas anderes macht.
In all diesen Situationen wird nicht nur der Körper vom Körper getrennt.
Es wird auch etwas viel Tieferes unterbrochen: die ursprüngliche Hinbewegung des Kindes zur Mutter.
„Die Geburt bringt nur das Sein zur Welt; die Persönlichkeit wird im Leben erschaffen.“
Théodore Simon Jouffroy
Was bedeutet „Hinbewegung“ – und was macht sie so wichtig?
Wenn wir auf andere Säugetiere schauen – und ja, biologisch sind wir Menschen auch Säugetiere, erkennen wir dieses Prinzip sehr deutlich:
Ein frisch geborenes Junges sucht instinktiv die Mutter. Es bewegt sich zum Euter, zu den Zitzen, zur Wärme, zum vertrauten Geruch. Es folgt seinem Instinkt.
Muttertiere können unter Tausenden ihr eigenes Junges finden – bei Pinguinen, in riesigen Vogelkolonien an den Klippen, in großen Herden. Der Körper des Jungtieres weiß: „Dorthin will ich. Dorthin muss ich.“
Beim Menschen ist es nicht anders:
- Das Neugeborene sucht die Brust, die Wärme, den Geruch der Mutter.
- Es hört ihren Herzschlag, den es schon so lange kennt.
- Es will andocken – körperlich, emotional, existenziell.
Diese erste Hinbewegung – dieses Andocken und Ankommen – ist die Grundlage dafür, dass im System des Kindes ein inneres „Ja“ zum Leben entsteht:
„Ich bin da. Ich werde gehalten. Ich bin willkommen.“
Wie früh Bindung entsteht und welche Rolle Nähe dabei spielt, ist heute gut erforscht und wird auch in der Entwicklungspsychologie beschrieben.
Wenn diese Hinbewegung – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich ist, sprechen wir im systemischen Arbeiten von einer unterbrochenen Hinbewegung. Das Kind kann nicht dorthin, wo seine tiefste Sehnsucht hingeht: zu der Person, die es eben noch im Leib getragen hat.
„Das Kind erinnert sich doch nicht…“ – warum es trotzdem Spuren hinterlässt
Lange ging man davon aus: „Das Kind erinnert sich nicht. Es ist doch noch so klein.“
Heute wissen wir: Das Bewusstsein erinnert sich nicht – aber das System schon. Der Körper, das Nervensystem und das Bindungssystem speichern, was in dieser frühen Zeit geschieht.
Wichtig ist mir dabei:
Es geht nicht darum, jemandem Schuld zu geben.
Nicht der Mutter. Nicht dem medizinischen Personal. Nicht den Umständen.
Es geht darum, die Fakten im Bindungssystem zu sehen:
- Was ist tatsächlich passiert?
- Wo war Nähe möglich – und wo nicht?
- Was davon wirkt bis heute nach?
Mutter-Kind-Trennung bedeutet in dieser ersten Zeit oft:
- kein direkter Körperkontakt,
- kein Andocken an Brust oder Körper,
- kein Blickkontakt,
- kein Gehaltenwerden,
dafür eher ein funktionales versorgt werden:
gewaschen, gewickelt, ins Bettchen gelegt, Fläschchen bekommen – aber ohne das „Haut-auf-Haut“-Erleben auf Mamas Bauch, ohne ihren Duft, ohne den beruhigenden Herzschlag, der so vertraut ist.
Hinbewegung heißt: andocken dürfen. In dieser ersten Zeit will der Körper des Kindes eigentlich nur das:
andocken, ankommen, gehalten sein. Genau das ist die Voraussetzung für eine gesunde Mutter-Kind-Bindung.
Ein Blick zurück: Wie war das vor 30, 40 oder 50 Jahren?
Wenn du auf deine eigene Geschichte schaust, lohnt sich auch ein Blick auf die Zeit, in die du hineingeboren wurdest.
Vielleicht liegt deine Geburt schon 30, 40, 50 Jahre oder länger zurück. Vieles von dem, was wir heute über psychische und körperliche Entwicklung wissen, war damals noch nicht Teil des medizinischen oder gesellschaftlichen Alltags.
Ein paar Beispiele machen das deutlich:
- „Uneheliche“ Kinder galten in vielen Umfeldern als Schande – für Mutter und Kind.
- Heute ist das in den meisten Kontexten kein Thema mehr, abgesehen von sehr streng religiösen oder konservativen Gruppen.
- Frühgeborene wurden früher häufig abgeschirmt und allein im Bettchen gelassen, statt – wie es heute vielerorts üblich ist – viel Körperkontakt mit den Eltern zu bekommen.
- Es gab deutlich weniger Bewusstsein für Bindung, Traumafolgen und die Bedeutung früher Nähe.
- Soziale und medizinische Unterstützung war in vielen Fällen stark eingeschränkt.
Auch das gehört zur Entlastung:
Viele Mütter konnten gar nicht anders handeln, als sie es getan haben.
Nicht aus Gleichgültigkeit oder mangelnder Liebe – sondern weil es dem damaligen medizinischen Standard entsprach, weil gesellschaftliche Normen anders waren oder weil sie selbst in großer Not waren.
Das verändert nicht die Tatsache, dass dein System diese frühe Trennung gespürt hat.
Aber es hilft, aus der inneren Anklage herauszutreten – und in ein tieferes Verstehen zu kommen.
Wenn die Hinbewegung blockiert ist – eine tiefe Wunde

Stell dir ein Kind vor, das sich mit seinem ganzen Körper zur Mutter hin orientiert – und ins Leere greift.
Keine Arme. Kein Blick. Kein Andocken.
Das kann geschehen, wenn...
- das Baby im Brutkasten liegt,
- die Mutter körperlich nicht bei Bewusstsein ist,
- sie psychisch oder emotional nicht verfügbar ist
- oder äußere Umstände Nähe massiv erschweren.
Dann wird nicht nur die Trennung erlebt, sondern vor allem die unvollendete Bewegung:
Das Kind will hin – und kann nicht.
Aus dieser unvollendeten Hinbewegung können sich später Gefühle und Muster entwickeln wie
- tiefe Sehnsucht nach Nähe – und gleichzeitig Angst davor,
- Wut und Trotz,
- Rückzug oder inneres „Einfrieren“,
- ein unbewusstes „Nein zum Leben“.
Angst vor Nähe im Erwachsenenleben – wie frühe Trennung nachwirkt...
Viele Menschen kommen Jahre oder sogar Jahrzehnte später in meine Arbeit und beschreiben ein Gefühl, das sich nur schwer in Worte fassen lässt.
Ein inneres Erleben von „Getrenntsein“ – ohne genau zu wissen, woher es kommt.
Schauen wir auf einige typische Spuren, die eine frühe, unterbrochene Hinbewegung hinterlassen kann.
Im Fühlen und Denken...
Solche inneren Grundgefühle können zum Beispiel sein:
- „Ich bin nicht wirklich willkommen.“
- „Ich muss es alleine schaffen.“
- „Ich darf nicht zu viel sein.“
Daraus entwickeln sich dann häufig Muster wie...
- permanente Selbstkritik,
- ein starkes Bedürfnis, es allen recht zu machen (Überanpassung),
- Selbstsabotage, wenn etwas „zu gut“ zu werden droht,
- eine tiefe Erschöpfung, weil innerlich immer mitschwingt,
- „Ich muss kämpfen, um überhaupt da sein zu dürfen.“
In Beziehungen...
In Beziehungen kann sich eine früh unterbrochene Hinbewegung zum Beispiel so zeigen:
- Du klammerst dich stark an andere und hast große Angst vor dem Verlassenwerden.
- Oder du ziehst dich reflexartig zurück, sobald Nähe entsteht – obwohl du dir Verbindung eigentlich wünschst.
- Vertrauen fällt schwer, selbst dann, wenn dein Gegenüber dir eigentlich wohlgesonnen ist.
Unsere ersten Bindungserfahrungen werden zur inneren Vorlage dafür, wie Beziehung „funktioniert“.
Was wir ganz früh gelernt haben, wiederholen wir später oft – ohne es zu merken. Was wir heute als Angst vor Nähe erleben, ist oft kein persönliches Defizit, sondern eine sehr frühe Schutzreaktion des Nervensystems.
In Erfolg, Geld und Selbstwirksamkeit...
Auch im beruflichen Kontext, im Umgang mit Sichtbarkeit und Geld, können Spuren früher Trennung sichtbar werden:
- Erfolg fühlt sich unsicher oder sogar „gefährlich“ an.
- Es ist schwer, Unterstützung anzunehmen oder um Hilfe zu bitten.
- Fülle zu empfangen löst Stress aus – als wäre „zu viel Gutes“ nicht sicher.
Oder innerlich klingt ein Satz mit wie:
„Wie soll ich Fülle empfangen, wenn mein System gelernt hat: Empfangen ist gefährlich?“
Hinbewegung und Nehmen – also wirklich empfangen zu können – bilden eine zentrale Grundlage für Erfolg, Geldfluss und Sichtbarkeit im Leben.
Dein System sabotiert dich nicht – es schützt dich
An diesem Punkt ist mir etwas ganz wichtig:
All diese Reaktionen sind kein Beweis dafür, dass mit dir etwas nicht stimmt.
Im Gegenteil.
Sie sind oft sehr alte, sehr kluge Schutzstrategien.
Rückzug, Panik, Überkontrolle – all das konnte in einer Situation, in der du als Baby oder Kleinkind keine Wahl hattest, tatsächlich überlebenswichtig sein.
Dein Nervensystem verwechselt dann manchmal:
heutige Nähe (zum Beispiel eine Partnerschaft, ein liebevoller Blick) mit damaliger Überforderung oder tiefem Alleinsein.
Und genau hier liegt auch die gute Nachricht:
Was einmal als Überlebensmodus entstanden ist, darf heute nach und nach in einen Beziehungsmodus wechseln.
Hier setzt innere Arbeit an...
- auch mit systemischen Aufstellungen
- und speziellen Trauma-KISS-Formaten.
Vom unterbrochenen Kontakt zur bewussten Hinbewegung

Welche Schritte deinem System heute neue, nährende Erfahrungen ermöglichen
Innere Entlastung in diesem Bereich bedeutet nicht, die Vergangenheit ungeschehen zu machen, sondern heute anders mit ihr leben zu können.
Entwicklung heißt, dein System so zu unterstützen, dass es heute andere Erfahrungen machen kann:
sicherere, nähere, nährendere.
Heilung im klassischen Sinn ist nichts, was wir „machen“.
Aber wir können Bedingungen schaffen, unter denen dein System sich neu orientieren darf: weg vom dauerhaften Alarmzustand – hin zu mehr innerer Sicherheit und Verbundenheit.
Innere Haltung: raus aus der Anklage, rein ins Nehmen
Im systemischen Arbeiten geht es nicht darum, Eltern anzuklagen.
Bei allem, was vielleicht gefehlt hat: Sie haben dir das Leben gegeben.
Und das ist das Größte, was ein Mensch einem anderen geben kann.
Ein innerer Unterschied macht hier sehr viel aus:
„Ich war das Opfer“
versus
„Ich nehme mein Leben, wie es war – und entscheide heute neu, was ich daraus mache.“
Diese Haltung öffnet die Tür dafür, dass du nicht mehr nur aus alten Wunden heraus reagierst, sondern bewusster gestalten kannst.
Nachnährung und Nachreifung
„Nachnährung“ meint, auf symbolische Weise nachzuholen, was damals gefehlt hat:
- gehalten werden,
- gesehen werden,
- ankommen dürfen.
Das kann zum Beispiel durch
- körperorientierte Arbeit,
- traumasensible Begleitung
- oder Übungen zur Selbstregulation geschehen.
Entscheidend ist, dass dein System heute Erfahrungen macht, die sich sicher, warm und zugewandt anfühlen dürfen.
Systemische Aufstellungen und Trauma-KISS-Formate
In systemischen Aufstellungen kann die unterbrochene Hinbewegung sichtbar werden:
- Das innere Kind bekommt die Möglichkeit, sich (symbolisch) wieder zur Mutter oder zu den Eltern hin zu bewegen.
- Verdeckte Loyalitäten, alte Bilder und festgefrorene Emotionen werden erkennbar.
- Du kannst deinen Platz im Leben auf eine neue Weise einnehmen.
In meiner Arbeit nutze ich unter anderem spezielle Trauma-KISS-Aufstellungen (zum Beispiel „Kintsugi“),
sowie das Online-Systembrett als sanften Einstieg, um diese Prozesse gut dosiert und Schritt für Schritt zu begleiten.
Die KiSS-Aufstellung „Kintsugi“ ist ein Format, das dich dabei unterstützt, Erfahrungen von Traumatisierung sanft zu halten und neue, stabilisierende Schritte zu ermöglichen – ohne in das Drama einzusteigen.
„Lebenskraft zeigt sich nicht nur in der Fähigkeit, zu beharren,
sondern auch in der Fähigkeit, neu anzufangen.“
F. Scott Fitzgerald
Fazit: Die unterbrochene Hinbewegung verstehen – und heute neu beantworten
Eine frühe Trennung hinterlässt Spuren.
- Nicht, weil etwas mit dir „falsch“ wäre – sondern weil dein System sehr früh gelernt hat, sich unter schwierigen Bedingungen zu organisieren.
Was damals nicht möglich war – Nähe, Andocken, Gehaltensein –, zeigt sich später oft in Beziehungen, im Selbstwert, im Umgang mit Erfolg, Sichtbarkeit oder Vertrauen.
Das Entscheidende ist:
Diese Muster sind kein Urteil über dich.
Sie sind Hinweise auf eine alte Geschichte, die gesehen und gewürdigt werden möchte.
Innere Entlastung bedeutet nicht, die Vergangenheit ungeschehen zu machen.
Sie bedeutet, heute einen anderen Umgang mit ihr zu finden – mit mehr Bewusstsein, mehr Sicherheit und mehr innerem Raum für Beziehung.
Es kann sinnvoll sein, tiefer in dieses Thema einzutauchen, wenn du dich in einigen der folgenden Punkte wiederfindest:
- starke Trennungsangst – in Beziehungen oder bei Abschieden,
- das Gefühl, nie so richtig anzukommen: weder im Job, noch in Partnerschaften, noch „im eigenen Leben“,
- ein diffuses inneres Erleben wie „Ich bin falsch“ oder „Ich bin eigentlich nicht wirklich gewollt“,
- das Wissen, dass es nach deiner Geburt eine Trennung gab (zum Beispiel durch Kinderheim, Intensivstation, Adoption oder längere Klinikaufenthalte).
Wenn du dich in diesen Beschreibungen wiederfindest und spürst, dass Angst vor Nähe dein Leben begleitet, kann es entlastend sein, die ursprünglichen Ursachen behutsam zu verstehen. Es ist keinesfalls ein Beweis dafür, dass du defekt bist.
Es ist ein Hinweis auf eine alte Geschichte, die gesehen, verstanden und gewürdigt werden möchte.
Einladung: Wie ich dich dabei begleite...
Vielleicht spürst du beim Lesen, dass etwas in dir in Resonanz geht.
Vielleicht tauchen Bilder auf, die du aus Erzählungen über deine Geburt kennst.
Oder du merkst einfach:
„Da ist ein Thema mit Nähe und Vertrauen, das ich mir endlich in Ruhe anschauen möchte.“
In meiner Arbeit als systemische Coach und Aufstellungsbegleiterin unterstützer ich Menschen dabei, diesen frühen Prägungen behutsam zu begegnen.
Ich arbeite unter anderem mit...
- Einzel-Aufstellungen (online und offline),
- Workshops wie „Gut aufgestellt“,
- sowie dem Online-Systembrett als strukturierte und zugleich sanfte Möglichkeit, das eigene System zu sortieren.
Dabei geht es nicht um Konfrontation oder Überforderung, sondern um kleine, gut dosierte Schritte - in deinem Tempo, mit Respekt vor dem, was dein System bisher getragen hat.
Wenn du magst, findest du in meinen weiteren Blogartikeln – zum Beispiel zur KISS-Aufstellung –
noch mehr Einblicke in meine Arbeitsweise und in die Frage, wie Aufstellungen unterstützen können.
Zum Abschluss möchte ich dir gerne zwei Fragen mitgeben:
- Wie möchtest du heute mit deiner Geschichte umgehen?
- Bist du bereit, deiner unterbrochenen Hinbewegung einen neuen, sicheren Ausgang zu schenken?
Ausblick: Teil 2 – Die unterbrochene Hinbewegung im ersten Lebensjahr
In diesem ersten Teil haben wir vor allem auf die Trennung rund um die Geburt geblickt.
Im nächsten, zweiten Teil dieser Blogreihe gehen wir gemeinsam in das erste Lebensjahr:
- Was braucht ein Baby in dieser Zeit ganz besonders?
- Was passiert, wenn Nähe immer wieder abbricht oder gar nicht stabil entstehen kann?
- Wie spiegeln sich diese frühen Erfahrungen später im Alltag – und wie können wir sie systemisch begleiten?
Begriffliche Erklärungen
1. Bindungssystem
Mit „Bindungssystem“ ist das innere „Programm“ gemeint,das steuert, wie wir Nähe suchen, aushalten und Beziehung gestalten.
2. Trauma-KISS-Formate
Die KiSS-Aufstellung „Kintsugi“ ist ein Format, das dabei unterstützt, Erfahrungen von Traumatisierung sanft zu halten und neue, stabilisierende Schritte zu ermöglichen –
ohne in das Drama selbst einzusteigen.
PS: Ich freue mich über deine Kommentare weiter unten

Hallo,
ich bin Christine,
ich bin systemische Coach aus Überzeugung und Leidenschaft.
Meine Vision:
Ich helfe anderen Menschen dabei, sich von allem frei zu machen, was Sie daran hindert, die eigene Brillanz zu leben.
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