Glaubenssätze aus der Kindheit

Wie Elternsätze Dich bis heute beeinflussen

„Jetzt nur nicht übermütig werden.“

Als Kinder nehmen wir solche Sätze für bare Münze.


Wir glauben sie. Wir kennen es ja nicht anders. Und wir richten unser Denken, Fühlen und Handeln danach aus – oft ein Leben lang.

Genau so entstehen Glaubenssätze aus der Kindheit, die uns später unbewusst steuern.


Die Sätze der Eltern können zu Stimmen in deinem Kopf werden.


Zuerst fühlen sie sich an wie „meine innere Wahrheit“, sind aber oft nur mitgelernte „Korrektur“-Sätze, die dich im gewohnten Rahmen halten. Nicht jede Kindheit war nur schwer. Viele Menschen tragen beides in sich: einengende, verletzende Sätze – und stärkende, liebevolle Sätze, die bis heute tragen.

Beides darf gesehen werden.

In diesem Beitrag erfährst Du..

  1. Prägende Sätze unserer Eltern - wie sie dich bremsen, aber auch unterstützen
  2. Was Eltern so sagen - Originalzitate
  3. Bremsende Elternsätze - und wie sie dich heute noch klein halten
  4. Zwölf mögliche Gründe, warum ein Vater sagt: Werde nur nicht übermütig
  5. Stärkende Elternsätze - und was wirklich gut tut
  6. Woran du merkst, ob ein alter Satz bei dir gerade "aktiv" ist
  7. Fazit...

Prägende Sätze deiner Eltern –

wie sie dich bremsen, aber auch unterstützen können

Glaubenssätze aus der Kindheit

In diesem Blogartikel geht es um Aussagen Deiner Eltern, aber auch darum...


  • welche bremsenden Elternsätze dich bis heute unbewusst steuern
  • welche stärkenden Elternsätze dir bis heute inneren Rückenwind geben
  • wie du ihre Wirkung erkennen kannst
  • und wie du sie bewusst ändern und/oder nutzen kannst


Denn wir alle sind mit Sätzen groß geworden wie:

  • „Du musst dich mehr anstrengen.“
  • „Schämst du dich nicht …?“
  • „Jetzt nur nicht übermütig werden.“


Als Kinder nehmen wir solche Sätze für bare Münze.

Wir glauben sie.

Wir kennen es nicht anders.

Und wir richten unser Denken, Fühlen und Handeln danach aus – oft ein Leben lang.

„Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie, wie wir sind.“

Anaïs Nin


Woher kommen diese ganzen Formulierungen überhaupt?

Unsere Eltern sind keine neutralen Wesen. Auch sie waren Kinder. Auch sie wurden durch die Sätze ihrer Eltern und ihres Milieus, in dem sie aufgewachsen sind, geprägt.

Dazu kommt: Zu ihrer Zeit war es noch viel weniger üblich, all diese Erfahrungen zu hinterfragen.

Sie sind vielfach in einem strengeren, angepassten Verhaltens- und Denksystem aufgewachsen.

  • Es gab kein Handy.
  • Es gab kein Internet.
  • Es gab kein Google.


Für die überwältigende Mehrheit der Menschen gab es bei Weitem nicht diesen großen Austausch, dieses Bewusstsein und die Möglichkeit, sich neue Denk- und Bewusstseinsräume so einfach zu erschließen wie heute.


Viele von ihnen sind:


  • in der Kriegszeit aufgewachsen
  • oder kurz danach, in der Aufbauzeit
  • in Familien voller Mangel, Pflichtgefühl, Angst und Scham
  • mit der Haltung: sich anpassen, ja nicht auffallen – es galten geschriebene und ungeschriebene, strengere Sitten und Regeln


Damals ging es oft ums Überleben.


  • Um Anpassung.
  • Um nicht aufzufallen.
  • Um bloß nichts falsch zu machen.


Aus dieser Zeit stammen viele:


  • einengende Stoppsätze wie „Reiß dich zusammen“
  • beschämende Kommentare wie „Was sollen denn die Leute denken?“
  • bremsende Sprüche wie „Nur nicht übermütig werden“


Viele dieser übernommenen Regeln werden zu Glaubenssätzen aus der Kindheit – und wirken weit über die Kindheit hinaus.

Für unsere Eltern waren das Überlebensregeln – keine bewussten Gemeinheiten.

Auch Sie haben sie nicht erfunden, sondern übernommen.

Und sie haben sie an uns oft schon abgeschwächt weitergegeben.



Was Eltern so sagen - Originalzitate aus meiner Newsletterumfrage

Hier zwei Nachrichten von Leserinnen - im Original

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Hier steckt beides drin:


  • stärkende, liebevoll unterstützende Sätze, die Halt geben
  • und ein irritierender, verletzender Satz, der immer wieder verwirrt


„Ja, wenn der Bua g’lebt hätt …“ – so ein Halbsatz im Raum, daneben drei Mädchen.

Der Satz wird gar nicht zu Ende gesprochen. Aber jedes Mal, wenn er fällt, macht innerlich kurz etwas „klick“.


Die Töchter können daraus sehr Unterschiedliches machen:


  • Die eine spürt: „Eigentlich hätte hier jemand anders sein sollen. Ich bin nicht ganz die Richtige.“
  • Die zweite strengt sich besonders an – kämpft, leistet, ist besonders brav, um doch noch „ausreichend“ zu sein.
  • Die dritte zieht sich zurück und denkt: „Ich komme da sowieso nie ran.“


Sehr früh kann sich dann ein innerer Satz bilden: „Ich darf nicht zu viel sein.“ Hier geht es auch um weitere systemische Themen:


  • das „falsche“ Geschlecht
  • ein verstorbenes oder fehlendes Geschwisterkind
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Diese Leserin berichtete von zwei immer wieder gehörten Aussagen:


  • „Schämst du dich nicht …?“
  • „Jetzt nur nicht übermütig werden.“


Hier sehen wir:


  • eine Mutter, deren eigene Unsicherheit sich in beschämenden Kommentaren niederschlägt
  • einen Vater, der Erfolg mit einem bremsenden Stoppsatz deckelt


Genau so entstehen innere Stoppsätze.

Solche Sätze der Eltern werden dann zu Stimmen in deinem Kopf.



Bremsende Glaubenssätze aus der Kindheit – wie sie dich heute noch klein halten (und die Chance dahinter)

Typische Varianten sind:


  • „Jetzt nur nicht übermütig werden.“
  • „Schämst du dich nicht …?“
  • „Reiß dich zusammen.“
  • „Was glaubst du, wer du bist?“


Und sie wirken:


  • entmutigend
  • verunsichernd
  • kontrollierend
  • beschämend
  • manchmal sogar zermürbend


So entwickeln sich negative Glaubenssätze aus der Kindheit, die sich später wie deine eigene innere Wahrheit anfühlen.


Wie sich das heute in Deinem Leben zeigen kann...


a. Du bekommst ein Lob – und deine innere Stimme sagt dir:


  • „Übertreib’s nicht.“
  • „Nicht so wichtig nehmen.“
  • „Jetzt bloß nicht abheben.“


Genau solche Glaubenssätze aus der Kindheit, werden in solchen Momenten automatisch aktiviert.


b. Du willst dich zeigen – und hörst:


  • „So kannst du dich doch nicht zeigen.“
  • „Was sollen die Leute denken?“


c. Du willst eine Grenze setzen – und da klingt es in dir:


  • „Sei nicht so empfindlich.“
  • „Stell dich nicht so an.“


Das Gemeine daran ist:

Diese Sätze fühlen sich oft an wie deine eigene Wahrheit.

Dabei sind es nur mitgelernte „Korrektur“-Sätze.


Die andere Seite der Medaille (und die Chancen, die darin liegen)


Doch Glaubenssätze aus der Kindheit müssen nicht dein ganzes Leben bestimmen.

Denn, wenn du diese Sätze bewusst wahrnimmst, entsteht ein neuer Raum.

Statt automatisch zu reagieren, kannst du dich fragen:


  • Was genau passiert hier gerade in mir?
  • Wie abhängig bin ich von Lob?
  • Wie mutig möchte ich sein?
  • Was gehört wirklich zu mir – und was nicht?


Der erste Schritt in Richtung Freiheit beginnt mit Bewusstheit.


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Recherchiert mit KI



Stärkende Glaubenssätze aus der Kindheit – was wirklich gut tut

Beispiele:


  • „Es ist wichtig, was DU machst.“
  • „Du hast jederzeit unsere moralische und finanzielle Unterstützung.“
  • „Ich bin stolz auf dich.“
  • „Probier’s aus, ich stehe hinter dir.“
  • „Es ist dein Leben.“


Sie wirken:


  • aufbauend
  • nährend
  • haltgebend
  • wertschätzend
  • beflügelnd


Solche Sätze schenken Vertrauen – in dich und deinen Weg.

Nicht jede Kindheit war nur schwer.

Viele Menschen tragen beides in sich:


  • einengende Sätze
  • stärkende, liebevolle Sätze


Beides darf gesehen werden.


Woran du merkst, dass ein alter Satz gerade aktiv ist

1. Wortlaut

  • Klingt es druckvoll und abwertend?
  • Oder ermutigend und wohlwollend?


2. Körpergefühl

  • Wird dir eng in Brust oder Hals?
  • Oder atmest du freier?


3. Wirkung auf dein Handeln

  • Hält dich die Stimme zurück?
  • Oder ermutigt sie dich zu wachsen?

Wie Aufstellungen helfen können

In einer systemischen Aufstellung können wir:


  • einengende Sätze dort lassen, wo sie hingehören
  • stärkende Sätze bewusst verankern
  • deinen eigenen Platz finden – ohne innere Bremse, aber mit innerem Halt


Das Ergebnis ist oft sehr konkret:


  • Du zeigst dich im Beruf selbstbewusster.
  • Du nimmst Lob an.
  • Du setzt Grenzen, ohne Schuldgefühl.
  • Du erlaubst dir, stolz auf dich zu sein.

🌟 Fazit:

Alte Sätze verschwinden nicht einfach.

Sie werden zu inneren Stimmen – manchmal bremsend, manchmal stärkend.

Viele dieser Stimmen sind Glaubenssätze aus der Kindheit.

Sie fühlen sich an wie deine eigene Wahrheit, wurden aber oft übernommen.


Wenn du beginnst, sie bewusst wahrzunehmen, entsteht ein neuer Spielraum.

Du kannst unterscheiden, was wirklich zu dir gehört – und was du nicht weiterführen möchtest.

Bremsende Sätze dürfen kleiner werden.

Stärkende Sätze dürfen mehr Raum bekommen.


Dein nächster Schritt

Mit der folgenden Übung beginnst du, deine Glaubenssätze aus der Kindheit bewusst zu erkennen und neu zu ordnen.


  1. Schreib einen bremsenden Satz auf, der dich heute noch blockiert.
  2. Schreib einen stärkenden Satz auf, der dir gutgetan hat – oder den du dir gewünscht hättest.
  3. Gib den alten Satz innerlich zurück.
  4. Wiederhole den stärkenden Satz bewusst als neue innere Stimme.


Damit deine eigene Stimme lauter wird als die alten Sprüche von früher.

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Im nächsten Blogartikel geht es um das Thema:



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Hallo,

ich bin Christine,

ich bin systemische Coach aus Überzeugung und Leidenschaft.


Meine Vision:

Ich helfe anderen Menschen dabei, sich von allem frei zu machen, was Sie daran hindert, die eigene Brillanz zu leben.


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